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Neubau

Feuerwehrstützpunkt Vaihingen an der Enz

Fertigstellung
2012
Leistung
Leistung: HOAI-Lph. 1-9 Objektplanung, Freianlagen und raumbildende Ausbauten, einschließlich feuerwehrspezifische Technik und Ausstattung

Der Neubau des Feuerwehrstützpunkts bietet Platz für 11 Einsatzfahrzeuge zzgl. zwei Erweiterungsstellplätzen, die zurzeit als Lager für Betriebsmittel genutzt werden. Rund 150 Einsatzkräfte nutzen den neuen Stützpunkt, der neben allen Räumen für die Einsatzabwicklung auch umfangreiche Werkstattbereiche, insbesondere für Feuwerwehrtechnik und eine Atemschutzübungsstrecke bietet. In den Obergeschossen des Sozialtraktes befinden sich die Schulungs-, Bereitschafts-, Verwaltungs- und Jugendfeuerwehrräume.
Im Außenbereich dient der 1000qm große Übungshof mit Übungsturm der kontinuierlichen Aus- und Weiterbildung der Feuerwehrkameraden.“
Langtext:
„Erwähnenswerte Randbedingungen des Grundstücks sind die starken topographischen Unterschiede auf dem Grundstück. Dazu gehören der angrenzende Teil des ehemaligen Steinbruchs und die vorgegebene Grundstücks­erschließung ausschließlich über die „Neue Bahnhofstraße“. Die Ausrichtung des Gebäudes folgte der bestmöglichen funktionalen Anbindung für die Einsatzkräfte. Dabei wurde berücksichtigt, dass der Feuerwehrstützpunkt von den vorbeiführenden Straßen gut wahrgenom­men werden kann, da er schon aufgrund der Grundstückslage das „Tor zur Stadt“ bildet. Der Übungsturm als skulpturale und funktionale Landmarke unterstreicht diese Bedeutung zusätzlich.
Der Baukörper des Feuerwehrstützpunkts Vaihingen wurde parallel zur „Neue Bahnhofstraße“ angeordnet. Das Gebäude hat eine kompakte, nahezu rechteckige Grundrissform, d.h. die Fahrzeughalle ist als durchlaufende Halle mit seitlich angrenzendem Lagerbereich ausgebildet. Im rückwärtigen Bereich befinden sich die Alarmumkleiden und die Werkstätten. Im südlichen Kopfbau ist neben der Funkzentrale auch der Technikbereich untergebracht. Im ersten Obergeschoss befinden sich der Schulungs- und Bereitschaftsraum, sowie die dazugehörigen Nebenräume. Die Atemschutzübungsstrecke ist als eigenständiger Baukörper, mit
Zugangsmöglichkeit über das zweite Treppenhaus im Bereich der Werkstätten, ebenfalls im ersten Obergeschoss angeordnet. Im zweiten Obergeschoss wurden neben den Jugendräumen, auch die notwendigen Büroflächen angeordnet, sowie die Kleiderkammer und ein Archiv.

Das Feuerwehrhaus ist mit den Funktionsbereichen in vier Gebäudeteile gegliedert, die die inneren Funktionen außen widerspiegeln:

– Fahrzeughalle mit Lagerbereich als erdgeschossgebundene Räume
– Umkleidebereich, Funkzentrale, Technik und Werkstätten als ebenfalls erdgeschossgebundene Räume. Die einzelnen Funktionsbereiche sind streng nach dem Prinzip der „“Kurzen Wege““ im Alarmfall geplant.
– Schulungs- und Bereitschaftsraum mit Nebenräumen und Büroflächen
– Atemschutzübungsstrecke mit Umkleidebereich

Foto(s) Peter Wankerl Architekturfotografie