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Sanierung und Erweiterung

Feuer- und Rettungswache Detmold

Fertigstellung
2008
Leistung
Leistung: HOAI- Lph. 1-9 Gesamtplanung
Projektentwicklung, Gutachten, Plausibilitätsstudie, Wirtschaftlichkeitsvergleich
Brutto-Rauminhalt: 15.200 m³ (Neubau)
Netto-Nutzfläche: 2.725 m² (Neubau), 2.050 m² (Umbau und Sanierung), 7.065 m² (Bestand)

Die ursprüngliche Bebauung ist in den 60er Jahren erstellt worden. In den 90er Jahren wurde diese um den Neubau der Rettungswache ergänzt. Die vorgefundene bauliche Situation konnte in keiner Weise den veränderten und gestiegenen Anforderungen an die Hauptamtliche Feuer- und Rettungswache mit Freiwilliger Feuerwehr gerecht werden. Da der Standort einsatztaktisch beibehalten werden musste, erfolgten der Umbau und die Neu-Strukturierung unter laufendem Betrieb. Durch gezielte Herausnahme von überalterten Gebäudeteilen wurde zunächst das Werkstattgebäude neu errichtet und in einem weiteren Bauabschnitt dann die Fahrzeughalle mit 17 Stellplätzen im Erdgeschoss und den Bereitschaftsräume mit Aufenthalt und Ruhebereichen im ersten Obergeschoss neu errichtet. Als letzte Bauabschnitte erfolgten die Sanierung und Umbauten in den Bestandsgebäuden. Die äußere Erschließung wurde insgesamt neustrukturiert, so dass die eingebundene Freiwillige Feuerwehr ebenfalls adäquate und sichere Funktionsabläufe vorfindet.

Die bestehende Feuerwache wurde teilweise abgerissen und umgebaut. Hinzugefügt wurden zwei neue Baukörper: Die ursprüngliche Fahrzeughalle mit Turm wurde durch eine neue doppelhüftige Halle mit darüber liegendem Ruhe- und Aufenthaltsbereich ersetzt, das bestehende Werkstattgebäude wurde durch einen Neubau vergrößert und neu organisiert. Die umgebauten Baukörper nehmen die Verwaltungs- und Schulungsräume auf, die sanierte, nun signalrote Fassade weist auf den funktionsspezifischen Charakter hin.
Mit den Neubauten wurde auch die äußere Erschließung neu geordnet. Die Alarmausfahrt und die Rückfahrt der Einsatzfahrzeuge erfolgt nun sowohl für die Feuerwache als auch für die Rettungswache über den Gelskamp.
Zwischen der neuen Fahrzeughalle und dem bestehenden Gebäude ist ein Verbindungsglied entstanden, welches die Räume für die Einsatzkleidungen aufgenommen hat. Die bestehende Fahrzeughalle der Feuerwehr wurde verkleinert. In der freiwerdenden Fläche wurden die erforderlichen Umkleide- und Sanitärräume der Ehrenamtlichen Freiwilligen Feuerwehr untergebracht. Dieser Bereich hat einen separaten Eingang erhalten, dadurch ist ein optimaler Alarmweg entstanden, der auch kurze Wege zu den Pkw-Stellplätzen gewährleistet. Ebenso sind jegliche Funktionsüberschneidungen unterbunden.
Durch die Unterbringung des Ruhe- und Aufenthaltsbereich der Hauptamtlichen Feuerwehr und des Rettungsdienstes über der neuen Fahrzeughalle wurde das 1. Obergeschoss frei und kann nun die Verwaltung aufnehmen. Auch im Bereich des 1. Obergeschosses wurde eine Verbindung zwischen Neu und Alt geschaffen, so dass auch hier die notwendigen Anbindungen gewährleistet sind.
Die Räumlichkeiten der Freiwilligen Feuerwehr, ehemals im 1. Obergeschoss der abzubrechenden Fahrzeughalle, wurden nun im Kopfbau über dem Erdgeschoss angeordnet.
Der Übungs- und Ausbildungshof wurde aus den inneren Verkehrsflüssen herausgenommen und auf der rückwärtigen Seite des Werkstattgebäudes angeordnet. Der Übungsturm wurde in das Werkstattgebäude integriert. In diesem Bereich wird nun auch das Regenwasser der neuen Dachflächen in einer Zisterne gesammelt, welches für Übungszwecke wiederverwendet werden kann.

Foto(s) Stefan Schilling